
Medikamentenrückstände lassen sich mit Kiefernrinde aus Wasser filtern.
Ein Forschungsteam in Singapur setzt nun auf Granatapfelschalen, um Gewässer von dem giftigen Stoff 4-Nitrophenol zu befreien. Er wird beim Herstellen von Farbstoffen, Pestiziden oder Schmerzmitteln benutzt.
Die Granatapfelschalen wurden bei 600° zu Biokohle verarbeitet, gemahlen und mittels Ultraschallbehandlung in Nanopartikel zerkleinert. Deren poröse Oberfläche zieht das Nitrophenol an und es sammelt sich in den Vertiefungen.
Gegenüber Filtermaterialien aus Kohlenstoff wird weniger Energie benötigt und auf chemische Aktivierungsmittel verzichtet. Bei Labortests wurden innerhalb von 90 Minuten 94% der Schadstoffe aus Wasser entfernt.
Die Nanopartikel ließen sich mit Natronlauge reinigen und waren bei der dritten Wiederverwendung noch zu 85% wirksam. Als nächstes folgen Tests mit Industrieabwasser.
Granatapfelschalen zeigen auch Pilzen die rote Karte.



