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Tag: Abfall

Befreiende Sammlung

Medikamentenrückstände lassen sich mit Kiefernrinde aus Wasser filtern. Ein Forschungsteam in Singapur setzt nun auf Granatapfelschalen, um Gewässer von dem giftigen Stoff 4-Nitrophenol zu befreien. Er wird beim Herstellen von Farbstoffen, Pestiziden oder Schmerzmitteln benutzt. Die Granatapfelschalen wurden bei 600° zu Biokohle verarbeitet, gemahlen und mittels Ultraschallbehandlung in Nanopartikel zerkleinert. Deren poröse Oberfläche zieht das Nitrophenol an und es...

Verlängernde Wurzeln

Tomatenreste schützen Essen in Konservendosen. Frisches Obst und Gemüse will ein anderes Startup in Italien mit Abfällen aus der Lakritzherstellung länger haltbar machen. Denn bestimmte Stoffe im echten Süßholz wirken gegen Bakterien, Viren und Pilzkeime. In einem patentierten Verfahren werden aus den Wurzelhaaren der Pflanze genau diese Moleküle gewonnen und in Nanopartikel umgewandelt, mit denen dann Verpackungsfolien während der...

Machbares Strandgut

Laub lässt sich zu nachhaltigem Papier und Verpackungsmaterial verarbeiten. In Schweden setzt ein Startup jetzt auf angeschwemmtes Seegras, um umweltfreundliches Textilgarn herzustellen. Denn das massenhaft an Stränden eingesammelte Naturgut landet bisher zum Verrotten auf der Müllhalde. Eine erste Machbarkeitsstudie zeigt, dass es mit seinen Inhaltsstoffen ohne schädliche Chemikalien zu Garn verarbeitet werden kann und während des Produktionsprozesses keine giftigen...

Organisierte Bergung

Stoßfänger an Booten helfen Flüsse sauber zu halten. Ein junges englisches Ehepaar in Cornwall denkt größer und entsorgt mit ihrer Non-Profit-Organisation verrottende kleine Yachten an Flussufern. Ihr Fokus gilt den Geisterschiffen aus Glasfaser-Verbundstoffen, aus deren Schiffsrümpfen mit der Zeit Plastikpartikel und Giftstoffe ins Wasser gelangen. Bei Untersuchungen vor Ort wurden allein in einem Kilogramm Austern 11.000 Glasfasersplitter gefunden. Nach...

Häusliche Auflösung

Dank Oktopussen gibt es nachhaltige Sonnencreme. Umweltfreundliche Behälter für die Kosmetikbranche hat das von einer Frau gegründete Startup in London entwickelt. Dafür werden pflanzliche Abfälle fermentiert und in biobasierte Kunststoffe umgewandelt. Es gibt Pellets für harte oder weiche und matte oder glänzende Materialien. Sie zersetzen sich in Wasser und CO2 und sind in spätestens 52 Wochen abgebaut. Das wurde...

Verklebte Verdrängung

Nierensteine braucht niemand. Ein Mineral in Harnsteinen von Tieren jedoch ist ein hilfreicher Zusatz, um Baumaterial aus Sägespänen feuerfest zu machen. Das zeigte kürzlich ein Forschungsteam in der Schweiz. Sie mischten Sägemehl und Struvit (kristallines Ammoniummagnesiumphosphat) mit einem Enzym aus Wassermelonenkernen zur besseren Verklebung. Das Gemisch wurde zwei Tage zu Spanplatten verpresst. Tests zeigten, dass sich das Mineral beim...

Strukturierte Konzentration

Nachhaltige Materialien für die Textilindustrie soll eine KI finden. Ein Startup in England setzt hingegen auf Kreislaufwirtschaft und die Kraft der Natur, um Stoffe schadstofffrei zu färben. Verantwortlich für die schillernden Farben von Pflanzen sind Kristalle in deren Zellwänden, die je nach ihrer Anordnung unterschiedliche Teile des Lichts reflektieren. Diese Kristalle extrahiert das Team aus der Zellulose von Bäumen,...

Kostengünstige Klärung

Baumrinde eignet sich als Alternative zu Plastik für Einwegverpackungen. Eine Doktorandin in Finnland forschte kürzlich mit Rinde von Kiefern als Filtermaterial, um Arzneimittelreste aus geklärtem Abwasser zu entfernen. Denn darin befinden sich immer noch genügend Spuren von Medikamenten. Neben blutdrucksenkenden Mitteln oder Antidepressiva sind insbesondere Antibiotika bedenklich, da Krankheitserreger dadurch widerstandsfähiger werden. Die Forscherin reicherte die Kiefernrinde mit Eisenoxid...

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