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Tag: Material

Ausgereifte Einsparung

CO2 lässt sich in Bauabfällen speichern. Ein von Frauen gegründetes Biotech-Startup in Bristol wiederum verwertet biologische Abfälle aus Industrie und Landwirtschaft zu Baumaterialien, damit insgesamt weniger CO2 entsteht. Kernstück ist eine eigene Technologie. In einer Pilotfabrik in Lissabon werden die Abfälle mit angepassten Pilzzellen (Myzelien) und nachhaltigen Chemikalien gemischt und in geschlossenen und automatisierten Prozessen verarbeitet. Nach etwa 4...

Geschichtete Wirkung

Ein innovatives Pulver stoppt starke Blutungen. In Großbritannien hat nun ein Forschungsteam einen zweischichtigen Wundverband aus pflanzenbasierten Polymeren entwickelt, um Infektionen in Wunden zu reduzieren. Dafür stellten sie zwei sehr ähnliche Nanofasern aus Furan-Polyamid her. Eine Faserart erhielt durch zwei zusätzliche Kohlenstoffatome flüssigkeitsabweisende Eigenschaften und in die andere integrierte das Team ein Antibiotikum. Die aus den jeweiligen Fasern gesponnenen...

Hauchdünne Stärke

Manche Kosmetikbehälter lassen sich zuhause kompostieren. Eine ähnliche Idee hatte ein spanisches Startup und entwickelte eine hauchdünne und biologisch abbaubare Verpackungsfolie aus pflanzlicher Stärke, die für die Entsorgung auf dem heimischen Kompost zertifiziert ist. Trotz nur 7 Mikrometern Dicke ist der thermoplastische Ersatz für erdölbasierte Folien mit 114N/mm2 mechanisch reißfest und soll auch preislich mit herkömmlichen Polyethylen-Produkten mithalten können....

Flexible Absperrung

Eine intelligente kleine Schraubzwinge macht Laptops diebstahlsicher. In Spanien wiederum hat ein Startup ein flexibles Fahrradschloss mit drei Seilen entwickelt, das beim Absperren gleichzeitig beide Räder und Sattel absichert. Alle drei Seilschlaufen sind mit einem zentralen mechanischen Schloss verbunden. Die Seile bestehen aus einem geflochtenen Stahlkabel, über das gehärtete und ineinandergreifende, kurze Stahlhülsen aufgereiht sind, die wiederum ein Textilschlauch...

Befreiende Sammlung

Medikamentenrückstände lassen sich mit Kiefernrinde aus Wasser filtern. Ein Forschungsteam in Singapur setzt nun auf Granatapfelschalen, um Gewässer von dem giftigen Stoff 4-Nitrophenol zu befreien. Er wird beim Herstellen von Farbstoffen, Pestiziden oder Schmerzmitteln benutzt. Die Granatapfelschalen wurden bei 600° zu Biokohle verarbeitet, gemahlen und mittels Ultraschallbehandlung in Nanopartikel zerkleinert. Deren poröse Oberfläche zieht das Nitrophenol an und es...

Verlängernde Wurzeln

Tomatenreste schützen Essen in Konservendosen. Frisches Obst und Gemüse will ein anderes Startup in Italien mit Abfällen aus der Lakritzherstellung länger haltbar machen. Denn bestimmte Stoffe im echten Süßholz wirken gegen Bakterien, Viren und Pilzkeime. In einem patentierten Verfahren werden aus den Wurzelhaaren der Pflanze genau diese Moleküle gewonnen und in Nanopartikel umgewandelt, mit denen dann Verpackungsfolien während der...

Machbares Strandgut

Laub lässt sich zu nachhaltigem Papier und Verpackungsmaterial verarbeiten. In Schweden setzt ein Startup jetzt auf angeschwemmtes Seegras, um umweltfreundliches Textilgarn herzustellen. Denn das massenhaft an Stränden eingesammelte Naturgut landet bisher zum Verrotten auf der Müllhalde. Eine erste Machbarkeitsstudie zeigt, dass es mit seinen Inhaltsstoffen ohne schädliche Chemikalien zu Garn verarbeitet werden kann und während des Produktionsprozesses keine giftigen...

Begrenzende Fragmente

In Kriminalfällen können selbst ohne verfügbare DNA Personen anhand von Haarmolekülen ermittelt werden. Dies ist einem speziellen Peptid zu verdanken. Andere solcher Proteinfragmente eignen sich auch zur Behandlung von Hautkrebs, wie ein kalifornisches Forschungsteam kürzlich herausfand. Bei gefährlich fortgeschrittenen Melanomen sinkt im Körper der Spiegel des Peptids Catestatin. Es unterstützt normalerweise das Immun- und Herz-Kreislaufsystem, den Stoffwechsel sowie die...

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