
Nierensteine braucht niemand.
Ein Mineral in Harnsteinen von Tieren jedoch ist ein hilfreicher Zusatz, um Baumaterial aus Sägespänen feuerfest zu machen. Das zeigte kürzlich ein Forschungsteam in der Schweiz.
Sie mischten Sägemehl und Struvit (kristallines Ammoniummagnesiumphosphat) mit einem Enzym aus Wassermelonenkernen zur besseren Verklebung. Das Gemisch wurde zwei Tage zu Spanplatten verpresst.
Tests zeigten, dass sich das Mineral beim Entflammen der Plattenoberfläche in Wasserdampf und Ammoniak auflöst und diese Gase Luft verdrängen. Dadurch wird das Feuer erstickt und die Spannplatten verkohlen lediglich.
Das Material ist recycelbar und geeignet für die Kreislaufwirtschaft. Denn die Bestandteile lassen sich nach dem Erhitzen auf 100°C einzeln wiedergewinnen.
Biopolymere aus Algen dienen ebenfalls als Flammschutzmittel. Mit Sägespänen lässt sich auch Mikroplastik aus Wasser entfernen.



